2014-06-14 RP Blutiger Himmel

Beitragvon LyAvain » 18.06.2014 16:02

Einige Tage später stand ich am Strand und sah aufs Wasser, ich dachte nach und schwelgte in Erinnerungen. Plötzlich merkte ich, dass jemand hinter mir stand. Es war die Kriegerin des Feuers. Nachdem wir uns begrüsst hatten, schwelgten wir beide zusammen in Erinnerungen. Wir waren gerade soweit und hatten beschlossen wieder eine Sitzgelegenheit mit Feuerchen am Strand zu bauen, als Sandy und kurz darauf auch Lilly ankamen. Sie waren ebenfalls begeistert von der Idee. Lilly wollte gleich am Nächsten Tag schon Sitzgelegenheiten und ein Feuer bauen. Ich musste über soviel Begeisterung schmunzeln.

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Wir waren noch am Planen als der weisse Tiger auftauchte, der schon bei der Erneuerung den Gang zum gewölbe unter dem Keller bewacht hatte. Ich blieb auf Abstand, während Cindy und Sandy sich ihm näherte. Er kannte sie noch und war friedlich. Cindy versuchte mich kurz mit dem Tiger bekannt zu machen, aber ein Knurend war Warnung genug... So blieb ich auf Abstand.
Die nächsten Tage entstand nach und nach ein Kreis aus Holzkloben und einem Baumstamm, ausserdem eine Feuerstelle. Nun konnten wir wieder am Strand sitzen und Geschichten erzählen, wie früher.

Doch ehe wir das konnten holte uns ein Ereignis ein. Eines Morgens war der Himmel rot... Es war unheimlich. Alles strömte zum Schamanenkreis um dort Antworten von der Priesterin und der Schamanin zu erhalten.


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Zu meinem Schreck war am Stein eine Blutlache... Roter Himmel, ein blutender Stein. Das konnte nichts gutes bedeuten. Und das tat es auch nicht.
Sogar die Arbitra war da. Überall wurde leise getuschelt.


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Plötzlich hob Yve die Arme. Es wurde still.
Sie bedankte sich bei allen für das zahlreiche Erscheinen. Sie sprach von einen Gefühl das ihr durch Mark und Bein ging, je näher die Sterne der Götter kamen und sie und die Schamanin wussten, dass es nichts gutes zu bedeuten hatte. Laut Recherchen, an denen Svenja beteiligt war, war es ein Zeichen, was schoneinmal in Amazonien zu sehen war, vor langer, langer Zeit.


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Sie erzählte, dass Amazonien schon einmal von einem Blutmond heimgesucht worden war, und dass diess Ereignis im Zusammenhang mit der Erneuerung der Hoheiten stand. Damals wurde durch unsere Königin das Land vor dem schlimmsten Unheil bewahrt, wobei sie sich aber eine schwere Schuld aufbürdete. Und wenn es uns nicht gelingen würde die Gefahr von Lunaris fern zu halten, dann würde Amazonien eine finstere Zeit bevorstehen...
Trinkwasser wäre giftig, Ernten würden verderben, die Tiere im Wald sterben. ... Eine Alte würde erscheinen und uns böse Prophezeihungen machen, was ja schon geschehen war.
Ein Wind kam auf und wirbelte Dreck auf. EInige hielten sich Mund und Augen zu und husteten. Yve erhob die Stimme, um den Wind zu übertönen. Dann lies der Wind nach und verebbte. Ein kurzer Regenschauer durchnässte alle. Doch niemand achtete darauf.


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Wir hatten uns alle versammelt um die Göttinnen und Geister um Hilfe zu bitten. Das Feuer der Pallas sollte ewig brennen und darum sollten alle etwas opfern, voran die Kastenführerinnen. Cindy trat ans Feuer und war ein Armband in die Flammen, es hatte ihr viel bedeutet. Sandy warf ihren Gürtel mit allem was dran war, und das war einiges, in die Flammen. Dann kam Yve vom Altar ans Feuer und warf einige Federn ihres Kopfschmucks in die Flammen.
Nach und nach traten die Amazonen ans Feuer und opferten. Ich opferte meine beste Jagdzwille und bat Aenigna diesmal nicht um günstige Winde für die Jagd sondern um Hilfe für Lunaris. Lilly opferte alle ihre restlichen Honigbonbons und sah traurig wie sie verbrannten.
Als alle Amazonen opferten knieten die restlichen nieder und beteten... Die Arbitra begann einen alten Singsang und ich nahm unbewusst die Melodie auf uns summte mit, während ich im Geist die Grossen Geister um Hilfe bat. Ich bezog sogar Branwen und Nuada die Geister des Tags und der Nacht in meine Gebete mit ein.


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Ganz am Rande sah ich, wie die Kastenführerinnen mit der Priesterin um den Stein tanzten, Sandy trommelte mit Susi und Yve mit, während Cindy extatisch mittanzte.
Smaragd rief die Wölfe auf mitzubitten und in ganz Amazonien begannen die Wölfe zu heulen, auch der Wolf, der sie in letzter Zeit immer begleitete und im Busch sass und dem Treiben der Amazonen zusah.
Schliesslich endete der Tanz und Yve bat die Kriegerinnen ihre Bögen zu spannen und mit Pfeuerpfeilen auf das Böse zu schiessen, was Lunaris bedrohte. Unter dem lauten Singsang der Arbitra und den Worten der Priesterin schossen Pfeile fauchend in den blutroten Himmel. Wie böse Wesen die sich auf einen Feind stürzten.


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Susi brach in die Knie, total erschöpft und Aurelia huschte zu ihr und zog ihr die Trommel aus den Händen... Sie trommelte für die total erschöpfte Schamanin regina weiter...
Alles starrte in den Himmel, während Pfeil um Pfeil fauchend nach oben fuhr. Bis die Arbitra verstummte und die Hand hob. Stille breitete sich aus und alles sah nur noch nach oben... Langsam erschien wieder eine Sichel des Mondes am Himmel und die rote Glut löste sich langsam auf.
Die Geister hatten Lunaris geholfen. Ganz langsam schob er sich wieder an den Himmel, der mehr und mehr wieder samtschwarz wurde und die Sterne begannen wieder zu funkeln.
Alle atmeten auf und die Pristerin sprach dankenden Worte für die Göttinnen und auch an die Amazonen die geholfen hatten das Böse zu besiegen.


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Als der mond wieder, strahlte und sein blasses Licht übers Land scheinen liess, jubelten die Amazonen erleichtert.
Wir hatten die erste Hürde überstanden. Lunaris hatte mit der Hilfe aller seinen Mond verteidigen können... Sandy meinte krächzend sie bräuchte was zu trinken, denn sie hatte am Feuerkreis Kerstin ihre Trinkflasche als Geschenk gegeben, als ihr die Arbitra den Armreif einer Amazone übergab. Rot, wie der Himmel... Ein Zeichen des Volkes...
Auch andere waren müde und durstig und so zogen alle nach und nach Richtung Taverne... Es gab was zu feiern. Auch wenn die Schamanin regina angekündigt hatte, es würde zur Sonnenwende ein Fest geben, für Lunaris und Pallas und alle anderen Göttinnen.

So war ein finsterer Tag gut zuende gegangen...

Möge Aenigna der Geist des Windes über dich und deine Wege wachen!

 

LyAvain
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